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Habichtswald-Klinik Unser Informationsservice zum Thema: Schlafstörung und Ayurveda
„Gut schläft, wer gar nicht merkt, dass er schlecht schläft.“ schrieb schon der römischer Aphoristiker Publius Syrus. Etwa 20 % der Erwachsenen in Deutschland klagen heute über eine Schlafstörung (nach verschiedenen Untersuchungen sind es 15-35 %). Die Insomnie, wie der medizinische Fachbegriff lautet, wird dabei als Ein- und Durch schlafstörung bzw. „Nicht erholsamen Schlaf“ sowie daraus resultierende Beeinträchtigungen der Tagesbefindlichkeit über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen definiert. Der Schlaf kann dabei auf unterschiedlichste Art und Weise gestört sein: ♦ Einschlafstörung ♦ Durchschlafstörung ♦ Zu kurzer Schlaf, zu frühes Erwachen ♦ Nicht erholsamer Schlaf ♦ Quälende Alpträume Dies sind die häufigsten Klagen. Mischformen können natürlich vorkommen. Die Beurteilung einer Schlafstörung ist äußerst subjektiv. Während es dem Einen überhaupt nichts ausmacht, beim Einschlafen eine halbe Stunde wach zu liegen, wird der Andere schon unruhig, wenn er nach einer Viertelstunde nicht eingeschlafen ist, weil er am nächsten Morgen fit sein muss. Ähnlich verhält es sich bei der Durch schlafstörung: Der Schlaf kann beispielsweise lästig unterbrochen sein, weil jemand nachts häufig auf die Toilette muss. Hier ist also nicht primär der Schlaf gestört, vielmehr muss nach der Ursache der Nykturie (nächtliches Wasserlassen) gesucht werden (z.B. bestimmte Herz- oder Nierenerkrankungen). Ein dem Schlaf zuzuordnendes Problem kann es allerdings sein, wenn Sie nach einer kurzen Schlafunterbrechung unverhältnismäßig lange benötigen, um wieder einzuschlafen. Ob ein als zu kurz empfundener Schlaf wirklich zu kurz ist, sollten Sie sehr kritisch prüfen. Darauf werden wir später noch eingehen. Wichtiger als die quantitative scheint die qualitative Beurteilung des Schlafes zu sein. Wenn Sie den Schlaf als nicht erholsam empfinden, wenn Sie sich morgens beim Erwachen wie „gerädert“ fühlen – vielleicht sogar trotz ausreichender Schlaflänge -, wenn Sie tagsüber ständig müde und unkonzentriert sind, dann besteht ein Leidensdruck und damit eine Behandlungsbedürftigkeit. Alpträume können die Qualität des Schlafes ebenfalls enorm beeinträchtigen – jedenfalls, wenn sie häufig auftreten und sehr quälend sind... Lesen sie weiter bei Schlafstörungen über Ursachen und naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten.
Dr. med. Volker Schmiedel Fallbeispiel: Schlafstörung und AYURVEDA58-jährige weibliche Patientin
Schlafstörung - Diagnosen: Schlafstörung - Vorgeschichte:Seit zwei Jahren leidet die Patientin an einer schweren Ein schlafstörung. Sie liegt jede Nacht wach und schläft erst gegen vier oder fünf Uhr ein, um dann etwa um acht Uhr wieder aufzuwachen. Die Schlafstörung begann, nachdem die Patientin über längere Zeit ihre schwer kranke Mutter gepflegt hatte, die vor zwei Jahren verstarb. Die Patientin ist von Beruf Biologin, arbeitet aber seit etwa 15 Jahren als Heilpraktikerin mit klassischer Homöopathie. In ihrer Praxis ist sie sehr beschäftigt und erfolgreich. Trotz der Schlafstörung arbeitet sie viel, nach eigener Aussage kann sie „durchhalten“, möchte aber nun nicht so weiter leben. Zudem besteht seit neun Monaten ein (schulmedizinisch wie auch homöopathisch) therapieresistenter weißlicher Fluor aus der Vagina. Die Patientin kommt im Rahmen einer 14-Tage-Kur zur Aufnahme. Die Aufnahmeuntersuchung ergibt einen altersentsprechenden Normalbefund. Eine Hyperthyreose kann ausgeschlossen werden. Schlafstörung - Therapie: Aus ayurvedischer Sicht hat die Patientin eine Vàta-Pitta-Konstitution (Prakrti) mit einer Vàta-Aggravation. Wir entscheiden uns für eine Vàta-beruhigende Therapie, in der spezielle äußerliche Ölbehandlungen (in diesem Falle besonders der Sirodhàrà genannte Ölstirnguss) im Vordergrund stehen. Auch hierbei werden in der ersten Kurphase „mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma) durchgeführt. Die anschließenden spezifisch Vàta-beruhigenden Therapien können dann ihre Wirkung besser entfalten. Der Therapieverlauf sieht folgendermaßen aus:
Neben diesen speziellen Therapieverfahren nimmt die Patientin auch an den regelmäßigen Yoga-Übungsstunden teil. Die Ernährung ist, je nach Kurphase und Konstitution, besonders abgestimmt. Schlafstörung - Verlauf und Ergebnisse: In den ersten Tagen des stationären Aufenthaltes bleibt das Schlafmuster der Patientin unverändert; die Compliance ist erschwert. Durch die intensive persönliche Betreuung, die in der Ayurveda-Klinik möglich ist, gelingt es aber, das Therapieverfahren konsequent durchzuführen. Am 11. Tag des stationären Aufenthaltes hat die Patientin –seit zwei Jahren zum ersten Mal- sechs Stunden durchgeschlafen. In den letzten Tagen des stationären Aufenthaltes stabilisiert sich dieses Schlafmuster. Während einer Nachbeobachtungszeit von etwa zwei Monaten (ambulant telefonisch) sind keine Ein schlafstörung en zu verzeichnen; außerdem ist nach der oben beschriebenen Pancakarma-Kur auch der Fluor genitalis nicht mehr aufgetreten. Diese Auswirkung der Therapie fällt allerdings erst nach Abschluss des stationären Aufenthaltes auf. E-mail: info@ayurveda-klinik.de Adresse: Ayurveda-Klinik Kassel, Habichtswald-Klinik, Wigandstrasse 1, D-34131 Kassel. Ananda S. Chopra (Dr. Kalyani Chopra, Leitende Ärztin der Ayurveda-Klinik Kassel)
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